Man sagt „Kostenloses hat keinen Wert“. Jedoch nicht in der IT

Das kostet ja nichts, das hat keinen Wert!

Das war eine Zeit lang eine gängige Aussage wenn man beim Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung den Preis begutachtete. Heute würde man sich über diese Aussage freuen. Es herrscht der Grundsatz: „Das kostet so viel? Nein danke, das bekomme ich wo anders billiger“, und schon ist der Käufer bei einem Billiganbieter, Marktvernichter der oft nicht die nötigen Qualifikationen hat, oder im benachbarten Ausland angelangt. Wie kann man nun in der IT Branche bestehen, kostenlos anbieten und trotzdem Geld verdienen? Dabei hilft uns die OPEN SOURCE Gesellschaft und deren Produkte. Deren gibt es ebenfalls so viele wie in der Welt von Microsoft und Windows!

In der Informationstechnologie gibt es Firmen wie Sand am Meer, Gute und weniger Gute. Viele Jünglinge die zu Hause einen PC haben meinen sie können ihr Home – oder Basiswissen auch bei Firmen anbieten mit dem Leitsatz: „wir könnend das auch nur wesentlich billiger.“ Und schon schlagen manche Firmen zu, bezahlen Hungerhonorare für Leistungen die eigentlich keine Leistungen sind, sondern mehr als Learning by Doing oder sogar nur als Experiment bezeichnet werden können. Problem, meiner Meinung nach, ist die Sparsucht des Einzelnen. Die Folge solcher Vorgänge ist das der Markt, also der Kunde, verunsichert und vorsichtig wird. Zitat aus meiner Laufbahn mehrerer Kunden beim Verkaufsgespräch:

„Ich habe jetzt schon so viele Betreuer gehabt und vieles investiert. Jeder sagt wir brauchen Dies und Das. Warum sollte ich mich jetzt für sie entscheiden und dafür auch noch einen weitaus höheren Preis bezahlen?

Die Summe der kleinen Preise, die Forschung der Betreuer mit und in seinem IT-Bereich, sowie die langen Arbeitszeiten durch die Qualität mancher Betreuer, das sind doch eigentlich die Zahlen die eine kostenintensive Betreuung ausmachen. Oder nicht?

Das Know How bestimmt den Preis …

Know How ist Ausbildung, ist Zeit und vorallem geistige Anstrengung. Know How ist Speicherplatz im Gehirn und Speicher kostet Geld. Ein kleines Maß ist gratis, die Basics sozusagen. Die Premiumfeatures, die kosten etwas. So denke ich.

Muss man also alles machen was andere auch machen? Kann ich mich nicht vom Mainstream abheben? Doch das kann ich. Im folgenden möchte ich einen Gedanken aufzeigen wie man dem Sparwahn des Marktes nachkommen kann und gleichzeitig eine perfekte Lösung auf der einen Seite kreieren und auf der anderen Seite Geld lukrieren kann. Beginnnen wir also …

Der Gedanke an das Gesamte

Sieht man sich den Markt an, ich spreche jetzt nicht von den High End Produkten in der IT, sondern von den durchschnittlichen Client-Server Lösungen in den Büros der Klein und Mittelbetriebe. Dort findet man, ich sage mal zu 90% eine Microsoft-Umgebung. Windows kennt jeder, Office kennt jeder und können fast alle. Da sind wir wieder beim vorher angesprochenen Problem, jeder glaubt wenn er es kennt dann kann er es auch.

Die Basics kann man, ein Netzlaufwerk verbinden, eine Domain einrichten, Drucker installieren. Eigentlich alles was leicht von der Hand geht da das System es nahezu automatisch macht. Geht es aber um Benutzerrechte, Gruppenrichtlinien, Mailsysteme und Anbindungen von eventuellen Zweigstellen sind wir über die Basics hinaus und das Know How beginnt zu fruchten. Wir sind nun bei den Premium Features angelangt und die kosten Geld.

Wir haben aber bereits vorher Geld ausgegben da wir uns für Microsoft entschieden haben. Bill Gates und sein Lizenzmodell verlangen Geld. „Das Betriebssystem ist ja dabei beim Kauf eines neuen Computer! Das kostet nichts.“ sagten viele meiner Kunden. Oh doch das tut es, es wird in den Preis hineingerechnet. Kauft man den gleichen PC ohne Betriebssystem ist er wesentlich günstiger. „PC ohne Betriebsystem was soll ich damit machen?“ Mehr dazu später. Das Office von Microsft gibt es in mehreren Ausführungen mit unterschiedlichen Lizenzmodellen und unterschiedlichen Preisen. Das System wirklich zu verstehen ist nicht einfach und ist noch durch den Umstand ständiger Veränderungen nicht einfach aktuell zu halten. Es ist ein gewisses Know How das man braucht um kompetent zu sein. Dieses Wissen wird mir aber nie ein Kunde aktiv bezahlen.

Open Source – gratis und sehr wertvoll für Kunde und Dienstleister …

Open Source hat bei der Allgemeinheit einen eher schlechten Ruf. Es ist für viele ein Mysterium da es sich in der Installation und in der Optik vom bekannten System Microsoft unterscheidet. Es ist wie in etwa bei den Mac-Systemen von Apple. Man weiß das diese anders sind aber durch das Marketing und die Presigestaltung wird einem vorgemacht dass diese Edel sind, funktionieren und nicht für die breite Masse geeignet sind, daher nehmen wir Microsoft. Ich bitte zu berücksichten das die Aussagen keine Mutmaßungen meinerseits sind, sondern tatsächlich getätigte Aussagen aus Gesprächen, Berichten oder dem Markt.

Open Source Betriebssysteme gibt es viele. Debian, Ubuntu, Suse Linux etc. Auch Anwendungen gibt es viele. Die selben Funktionen und Programme die es für Microsoft gibt, findet man auch in der Open Source Welt. Der einzige Unterschied ist die Optik der Programme. In punkto Funktion steht man Microsoft um nichts nach. Was man als Betreuer jedoch braucht ist fundiertes Wissen über den Aufbau des Systems und deren Funktionen. Das ist doch auch bei Microsft so …

Wo spart man, wo verdient man Geld.

Vergleicht man jetzt einen durchschnittlichen PC für Anwender in einem Büro so hat man ca. € 300,-  Lizenzkosten an Microsoft entrichtet. (Betriebsystem und Office), und ein klein Wenig für den Virenscanner. Anteilig rechnen wir noch einen kleinen Teil der Firewall für das Unternehmen dazu.

Ja was soll ich jetzt sagen? Open Source – Investition gleich null. So können wir das weiter spielen bis in den High End Bereich, der Mailsysteme, Groupware etc.

Was hat der Betreuer davon? Wie kann ich Geld lukrieren?
Da sich der Kunde einiges an Lizenzkosten erspart hat kann man von der Ersparnis einen kleinen Teil für die Installation des Systems verlangen. Microsoft macht das ja auch bzw. der Hersteller und lässt dieses in den Preis einfließen. Da das Betriebsystem neu und noch unbekannt für die Anwender ist gibt es die Möglichkeit eine Tagesschulung für die Basics der Bedienung anzubieten. Schulungen gibt es auch für Buchhaltungssysteme oder CMs oder, oder, oder. Es ist also kein Grund eine Absage des Kunden gleich hinzunehmen. Argumente zählen hier. Man muss das System logischer Weise schmackhaft machen denn was nichts kostet und anders ist, ist nichts wert. Egal wie lange der Kunde sein Unternehmen hat er ist ohne Folgelizenzkosten für neue Versionen immer auf dem neuesten Stand. Somit fällt auch hier eine große Ersparnis an und ein kleiner Betrag kann in einen Servicevertrag investiert werden.

Weitere Aspekte die man unbedingt betrachten und ansprechen sollte sind:

Thema Virenschutz. Gibt es, kostet nichts ist aber auch nicht unbedingt nötig da es für Linux und deren Freunde fast keine ernstzunehmenden Viren gibt.
Firewall gratis, in verschiedenen Ausführungen (Software). Fast alle Anwendungsbereiche sind sogenannte „Install and Forget“ Systeme.

 

Anmerkung

Geld verdienen kann man mit Know How, dem Speicherplatz im Gehirn, wie bereits erwähnt. Diese Art des Verdienstes ist meiner Meinung nach die ehrlichste aller Arten. Die Schwierigkeit im Open Source Bereich ist jedoch dem Kunden die Vorteile zu vermitteln und klar zu machen das Open Source die beste Alternative zu Microsoft ist, mit dem positiven Nebeneffekt das keine Kosten für Lizenzen entstehen, sofern man den richtigen Betreuer dafür hat. Mit diesem Weg hat jeder etwas davon. Der Kunde der ein Unternehmen aufbauen will und der Betrauer ebenfalls ein Unternehmer. Ein faires Spiel …

 


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2 thoughts on “Man sagt „Kostenloses hat keinen Wert“. Jedoch nicht in der IT

  1. Zuerst einmal ein grundlegendes Bravo zu diesem Beitrag! Nur mochte ich etwas anmerken und zwar zum Thema Geld sparen.

    Die Firmen sparen eben kein Geld wenn sie auf Linux Derivate und passenden Tools umstellen würden. Grund: Durch die nun schon jahrzehntelange Toleranz seitens Microsoft im Bezug auf Raubkopien im privaten Bereich, ist der „normale“ User geübt in der Bedienung. Die Angestellten wären also eine lange Zeit weit weniger produktiv, wenn sie sich zuerst in unbekannte Software ein“quälen“ müssten.

    Mit ein Grund warum unzählige Firmen immer noch auf Windows XP und sogar, eigentlich unglaublich, Windows 2000 setzen.

    Ach ja… Anbindung von Filialnetzen -> BranchCache 😉

    Kulinarische Grüße
    Franz

    1. Ich danke dir für deinen Beitrag. Ja das mit den Raubkopien ist so ein Thema und eigentlich bereits Normalität nicht nur bei Privaten sondern auch bei Firmen schon gesehen. Mein Beitrag bezieht sich allerdings auf die offiziellen Möglichkeiten. Wenn Windows in einer höheren Version eingeführt werden muss, ich sage einmal Update von XP oder WINDOWS 7 auf Neueres, ist es egal womit sich der User quälen muss. Ein Schnitt ist natürlich notwendig keine Frage.

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